Kurz gesagt: Amazon ist der größte Online-Marktplatz in Deutschland und für die meisten Marken der wichtigste Kanal. Gewerbliche Händler zahlen im Professional-Tarif 39 € im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer und eine Verkaufsgebühr, die meist zwischen 8 und 15 % liegt. Eine Amazon Agentur übernimmt Listings, Werbung, Content und Account-Management, für Seller wie für Vendoren. Im Verzeichnis findest du aktuell 95 Agenturen mit Amazon-Schwerpunkt.
Amazon Gebühren auf einen Blick
| Stand 2026 | |
|---|---|
| Professional-Tarif | 39 € pro Monat zzgl. MwSt., keine Gebühr pro Artikel |
| Einzelanbieter-Tarif | keine Monatsgebühr, 0,99 € zzgl. MwSt. pro verkauftem Artikel |
| Verkaufsgebühr | meist 8 bis 15 % vom Verkaufspreis, je nach Kategorie |
| Versand durch Amazon (FBA) | zusätzliche Gebühren für Lagerung und Versand, abhängig von Größe und Gewicht |
Seller oder Vendor: die wichtigste Entscheidung
Auf Amazon gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Wege:
- Seller (Seller Central): Du verkaufst selbst an Endkunden, legst die Preise fest und behältst die Kontrolle über Sortiment und Marge. Versand machst du selbst oder über FBA.
- Vendor (Vendor Central): Du verkaufst als Lieferant an Amazon, Amazon verkauft weiter an Endkunden. Das bringt Volumen und Vertrauen, aber weniger Kontrolle über Preise. Der Zugang erfolgt in der Regel auf Einladung.
- Hybrid: Viele Marken kombinieren beide Modelle, etwa Kernsortiment über Vendor und Neuheiten oder Restposten über Seller.
Bei dieser Entscheidung lohnt sich eine Agentur mit Erfahrung in beiden Modellen besonders.
Werbung auf Amazon
- Sponsored Products: Anzeigen für einzelne Produkte in Suche und auf Produktseiten.
- Sponsored Brands: Markenanzeigen mit Logo, mehreren Produkten oder Video.
- Sponsored Display: Anzeigen auf und außerhalb von Amazon, auch zum Retargeting.
- Amazon DSP: programmatische Werbung mit Amazon-Daten, meist für größere Budgets.
Brand Registry, A+ Content und Brand Store
Mit einer eingetragenen Marke kannst du dich in der Amazon Brand Registry anmelden. Das schützt deine Listings und schaltet Funktionen wie A+ Content, einen eigenen Brand Store und Sponsored Brands frei. Für Markenhersteller ist das fast immer der erste Schritt.
Wann sich eine Amazon Agentur lohnt
- Dein Werbebudget wächst, aber die Werbekosten im Verhältnis zum Umsatz steigen mit.
- Deine Listings ranken nicht, obwohl das Produkt gut ist.
- Du überlegst, von Seller zu Vendor zu wechseln oder ein Hybridmodell aufzubauen.
- Du willst auf weitere europäische Amazon-Marktplätze expandieren.
- Du hast Probleme mit gesperrten Listings oder der Account-Health.
Worauf du bei einer Amazon Agentur achten solltest
- Klar, ob die Agentur Seller, Vendor oder beides betreut.
- Kennzahlen wie TACoS und Marge im Reporting, nicht nur ACoS.
- Erfahrung in deiner Kategorie, belegt mit Zahlen.
- Keine Versprechen zu Rankings oder Bewertungen. Gekaufte Bewertungen verstoßen gegen die Amazon-Richtlinien.
Mehr dazu in der Checkliste zur Agenturwahl und im Ratgeber Was kostet eine Marktplatzagentur?
Häufige Fragen
Was kostet es, auf Amazon zu verkaufen?
Im Professional-Tarif zahlst du 39 € im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer und pro Verkauf eine Verkaufsgebühr, die meist zwischen 8 und 15 % liegt. Bei Versand durch Amazon kommen FBA-Gebühren hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen Seller und Vendor?
Als Seller verkaufst du selbst an Endkunden und bestimmst die Preise. Als Vendor verkaufst du an Amazon, und Amazon verkauft weiter. Vendor Central ist in der Regel nur auf Einladung zugänglich.
Was kostet eine Amazon Agentur?
Reine Werbebetreuung liegt laut Marktübersichten meist bei 1.200 bis 3.500 € im Monat, umfassendere Pakete bei 2.500 bis 6.500 €. Kleinere Agenturen arbeiten auch mit Stundenkontingenten. Das Werbebudget kommt dazu.
Brauche ich eine Marke für Amazon?
Nicht zwingend, aber eine eingetragene Marke ermöglicht die Brand Registry und damit A+ Content, Brand Store, Sponsored Brands und besseren Schutz deiner Listings.
Amazon Agenturen vergleichen
Im Verzeichnis findest du alle Agenturen für Amazon, filterbar nach Leistung, Branche und Standort.
Quellen: PlentyONE (Tarife und Verkaufsgebühren, Stand August 2026), sell.amazon.de (Verkaufen bei Amazon). Gebühren können sich ändern, maßgeblich sind die aktuellen Angaben von Amazon.